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Feb 04

Wie Personal darf eine Personal Brand sein?

Klingt auf den ersten Blick vielleicht nach einer eigenartigen Frage. Impliziert der Begriff “Personal Brand” (oder auf deutsch “Personenmarke”) nicht den Einfluss von Persönlichkeit? Kann eine Personal Brand ohne jegliche Persönlichkeit überhaupt existieren? Auf Social Media und insbesondere LinkedIn kursieren dazu wilde Theorien und unterschiedliche Meinungen. Ein kontroverses Thema, dem wir in diesem Beitrag unsere Aufmerksamkeit widmen möchten. Liebe mitlesenden Personal Brands, bitte nicht persönlich nehmen. Personal Branding ist meinungsstark, deshalb beziehen wir klar Stellung – sorry, not sorry! Nach dieser Trigger-Warnung zurück zum Thema – wie Personal darf eine Personal Brand sein?

Darf eine Personal Brand auch Personality zeigen? 

personal brand

Professionalität ist auch bei Personal Branding wichtig, auch wenn ein großer Teil deiner Brand auf Social Media stattfindet.

Um einen unstrittigen Punkt vorwegzunehmen – JA, darf sie. Wir bitten darum! Es ist die Königsdisziplin der Content Creation, komplexe Sachverhalte und Themen durch nachvollziehbare Erzählung verständlich und erlebbar zu machen. Das geht nur durch eine gewisse persönliche Note. Es sind eigene Erfahrungen, die Geschichten lesens- und hörenswert machen. Eine persönliche Anekdote in Verbindung mit einem Aha-Moment oder simplen Learning erreicht nicht nur Expert*innen, sondern Menschen. Persönlichkeit bedeutet Menschlichkeit zeigen. Niemand möchte Roboter-Personal-Brands folgen, die wie Maschinen funktionieren und immer nur gewinnen. Persönlichkeit bedeutet innerer Kampf, Scheitern, wieder aufstehen. Persönlichkeit macht deine Personal Brand sympathisch und deine Kommunikation nachvollziehbar.

Wo ist die Grenze zwischen Persönlichkeit und persönlich? 

Persönlichkeit tut einer Personal Brand gut, zu viel Persönliches unserer Meinung nach nicht. Wir alle kennen sie, wir alle sind genervt von ihnen: Hunde- und Kinder-Content auf LinkedIn. Wir gönnen jeder Personal Brand ihr privates Glück und könnten uns nicht mehr für euch freuen. Allerdings sollte bei Personal Branding auf LinkedIn ein Bezug zum Beruf gewahrt werden. Wenn dein Hund dich zu einer besseren Führungskraft macht oder dein Kind dir den Wert einer Work-Life-Balance gezeigt hat, dann go for it. Persönliche oder schlicht private Bilder ohne klare  Learnings für dein Business gehören für uns ins Familienalbum oder in den Instagram-Feed. LinkedIn ist ein berufliches Netzwerk und sollte auch von etablierten Personal Brands so behandelt werden. Hierzu sind die Meinungen geteilt. Wir vertreten die Überzeugung, dass zu viel Privates einer Personal Brand in der Wahrnehmung als Meinungsführer*in schaden kann. Keep it professional!

Personal Brand Celine Willers

Das ist die Reaktion von Personal Brand Céline Flores Willers, wenn sie Instagram-Content auf LinkedIn sieht!

Wie persönlich soll meine Personal Brand denn jetzt sein? 

Hier gilt die Lieblingsantwort von Jurist*innen – it depends! Persönlichkeit, die Aussagen und Thesen durch die Schilderung eigener Erfahrungen unterstützt, kann deiner Personal Brand helfen. Storytelling mit persönlicher Note ist eine Königsdisziplin und kann deine Personal Brand auf die nächste Stufe bringen. Jedoch muss dabei die Grenze zwischen Persönlichkeit und Persönlichem gewahrt werden. Allzu private und substanzlose Inhalte passen nicht zu einer Personal Brand, die sich über Arbeitsinhalte definiert. Für diese Art von Inhalten ist LinkedIn nicht die geeignete Plattform, eine Personal Brand aufzubauen. Im professionellen Kontext der Business Plattform lohnt es sich für Personal Brands, ihre Persönlichkeit gezielt und immer mit Hinblick auf relevante Erkenntnisse oder Anekdoten einzusetzen. Wir geben zu, das klingt leichter gesagt als getan – der schmale Grat zwischen Persönlichkeit und Persönlichem ist schwer zu finden und leicht zu vergessen. Wir unterstützen dich gern auf dem Weg zu deiner Personal Brand und dabei, die perfekte Balance zu finden!